Teamfoto Motius 2

gatePEOPLE – Motius GmbH

Das volle Potential von jungen Talenten und neuen Technologien zu entfalten – das ist die Vision des R&D Unternehmens Motius GmbH. Mithilfe einer intelligenten Talent-Plattform aus über 800 Entwicklern baut und programmiert das junge Unternehmen vom gate Garching aus Produkte und Prototypen für Industrieunternehmen.

Junge Entwickler stecken voller Forschungsgeist und Wissen über die neuesten Technologien – eine Innovationskraft, an der es vielen etablierten Unternehmen mangelt. Dies fiel vor vier Jahren auch den Gründern der Motius GmbH auf. Als Werkstudenten und Praktikanten in großen Unternehmen hatten sie gemerkt, dass sie zwar den nötigen Tatendrang und das Wissen, aber nicht die entsprechende Position haben, um innovative Projekte eigenständig umzusetzen. Die Lösung daher: die Gründung eines eigenen Unternehmens, das als Schnittstelle zwischen Forschung und Industrie agiert und Projekte von Industriepartnern mit jungen Talenten bearbeitet. Den Talenten wird dabei die Chance gegeben, ihr Wissen anzuwenden und auszubauen, während Industriepartner von der Agilität und Innovationskraft des Nachwuchses profitieren. Bewerkstelligt wird dies über einen Talent-Pool aus mittlerweile 800 Studenten, Doktoranden und Freelancern, der es den Motius-Gründern ermöglicht, schnell und agil interdisziplinäre Projektteams zusammenzustellen. Diese jungen Teams unterstützen Entwicklungsabteilungen von Unternehmen wie BMW, Daimler, BSH, KPMG, Innogy und Osram – aber auch andere Startups und kleinere Unternehmen.

Gründeten vor vier Jahren die Motius GmbH (v.l.): Philipp Dörner, Sören Gunia, Zièd Bahrouni, Daniel Weiss und Michael Sauer

Dabei bleibt es meist nicht bei der reinen Durchführung eines Projekts. Im Gegenteil: Oft kommt der Kunde mit einer Problemstellung und nur groben Lösungsansätzen. Er wird dann zu einer Innovationsbrotzeit eingeladen – einem zwei- bis dreistündigen Workshop, in dem zusammen mit Motius-Experten und bei der Gemütlichkeit einer bayerischen Brotzeit die Probleme erfasst, Lösungen generiert und Projekte definiert werden. Basierend auf den Anforderungen des Projekts werden Talente mithilfe einer selbstentwickelten Plattform zu einem interdisziplinären Team zusammengestellt. Dieser Auswahlprozess wird zunehmend durch Algorithmen unterstützt, wobei Motius derzeit zusammen mit der fortiss GmbH (Bayerisches Institut für Künstliche Intelligenz) an einer intelligenten Plattform auf Basis von Deep Learning arbeitet.

Projekte übernimmt Motius in den Bereichen Autonomes Fahren, Smart City/Home, Big Data, »Digitalisierung« und IoT mit Technologien wie KI, AR, VR, Mesh-Networks,
3D-Druck und App/Web. Motius ist dabei nicht auf bestimmte Technologien spezialisiert. Vielmehr geht es darum, immer mit dem »Neusten vom Neuen« zu arbeiten. Dies
gelingt einerseits durch die Nähe zur Universität und dem sich stetig erweiternden Talent-Pool, andererseits investiert Motius zehn Prozent der Arbeitszeit in »ELU«, eine Art Mini-Hackathon, der jede Woche stattfindet und bei dem sich die Mitarbeiter mit Lösungen und Technologien beschäftigen, um diese zu entdecken, zu lernen und umzusetzen (=ELU). Das Konzept geht auf: Motius hat neben den Büros im gate Garching mittlerweile einen Standort in Dubai und arbeitet an der nächsten Expansion nach Stuttgart.

HoloActive Touch für BMW

Projektfoto HoloActive Touch

Großer Andrang bei der Vorführung des HoloActive Touch von BMW in Las Vegas

Eines der spannendsten Projekte von Motius wurde Anfang 2017 auf der Consumer Electronics Show (CES) in Las Vegas vorgestellt. Bei BMWs HoloActive Touch handelt es sich um ein Hologramm im Auto-Cockpit, das sich über Gesten steuern lässt und dabei haptisches Feedback gibt. In diesem Projekt war Motius für das Hardware-Setup und die Software zuständig, die das Hologramm darstellt. Die Bewegungen der Hand werden von einer Kamera erkannt, und das haptische Feedback bei der Interaktion mit dem Hologramm durch ein Ultraschallarray erzeugt. Das Projekt wurde von einem Software-Entwickler, einem Hardware-Entwickler und einem 3D-Grafikdesigner durchgeführt und in weniger als drei Monaten fertiggestellt. Das Motius-Team war außerdem auf der CES vor Ort, um als Support zur Seite zu stehen. Mehr zu diesem Projekt erfährt man auf blog.motius.de.

Smart Poles für Innogy in Dubai

Innogy International Middle East ist ein Kooperationspartner von Motius am Standort Dubai. Innogy ist als führender Berater in der Energiebranche etabliert, und Motius ist spezialisiert auf die Entwicklung innovativer Produkte mit neuen Technologien. Daher verspricht diese Partnerschaft eine große Bandbreite an Expertise, Innovation, Agilität und Vision. »Da wir eine Tech-orientierte Firma sind, suchen wir ständig nach lokalen Problemen, die wir mit neuen Technologien lösen können. Indem wir diese Technologien mit Innogys Verständnis des lokalen Energiemarktes kombinieren, können wir innovative Produkte für die Golf-Region entwickeln«, sagt Zièd Bahrouni, Mitbegründer und CEO von Motius und externes Vorstandsmitglied des Innogy Digital Transformation Board. Für Innogy entwickelt Motius derzeit sogenannte Smart Poles. Dabei handelt es sich um intelligente Straßenlaternen, die mit allerlei Specials ausgestattet sind: Licht, Feuchtigkeits- und Bewegungssensoren sowie Kameras, Notfall-Buttons oder WiFi-Hotspots.

 

gateWAY 02.17: „Prototyping“

Rough, rapid, right – so sollte im „Design Thinking“ der ideale Prototyp aussehen. Experte Dennis Fischer erklärt im aktuellen gateWAY Magazin die kreative Methode und gibt Startups Tipps für den Entstehungsprozess von innovativen Produkten und Dienstleistungen (Seiten 4 bis 7). Zeit und Geld ...