Neue Wege zu datengetriebenen Innovationen – 2. Münchner Kompetenzrunde Smart Data im gate Garching

02.03.2017 - „Pro Stern am Himmel gibt es derzeit ein Byte an Daten auf Erden“ – mit diesem anschaulichen Beispiel hat OmegaLambdaTec-Geschäftsführer Dr. Rene Fassbender vergangenen Donnerstagabend die 2. Münchner Kompetenzrunde Smart Data im gate Garching eröffnet. Unter dem Titel „Neue Wege zu datengetriebenen Innovationen“ beantworten Daten-Experten den rund 60 Vertreter von Unternehmen, Städten, Organisationen und Institutionen Fragen wie „Welche Ansätze und Kooperationsformen für Smart Data Projekte gibt es?“, „Für welche Themen gibt es zentrale Forschungs-Plattformen?“ und „Wie lässt sich der Digitalbonus für Smart Data Projekte nutzen?“.

Knapp ein Jahr nach der 1. Münchner Kompetenzrunde Smart Data, die sich mit den Grundlagen von Smart Data befasst hatte, ging es nun um die Weiterführung des Themas. „Obwohl sich die Rechenleistung genauso rasant entwickelt wie die vorhandene Datenmenge, gibt es weltweit massenhaft ungenutzte Rohdaten“, erklärte Dr. Fassbender. Es werde Big Data produziert – Datenmengen, die zu groß oder zu komplex sind oder sich zu schnell ändern, um sie mit manuellen und klassischen Methoden der Datenverarbeitung auszuwerten. Da kommt Smart Data ins Spiel: Es erschafft Sinn, Nutzen und Wert aus Big Data. Um das Potential zu nutzen – jährlich steigt die Datenmenge derzeit um ca. 40 Prozent an – braucht es neue Ideen und Ansätze. So wie das Konsortialforschungsprojekt des Kompetenzzentrums Consumer Data Innovation St. Gallen , vorgestellt von Dr. Fassbender, oder das Smart Energy Projekt iE-Services, das Dr. Alexander Fritz von OmegaLambdaTec den Zuhörern erläuterte. „Wir arbeiten an einem intelligenten Energiemanagement zur Optimierung von Maschinenlaufzeiten und somit auch der Reduzierung von Kosten für Kleinunternehmen“, berichtete Dr. Fritz.

Mit Deep Learning, einer sich rasant entwickelnden Anwendungsklasse des maschinellen Lernens, beschäftigt sich dagegen das ebenfalls im gate Garching ansässige Unternehmen Motius. Michael Sauer und Maximilian Mumme stellten dem Publikum Projekte wie die autonome Navigation im Parkhaus (Deep Learning für Objektdetektion) und eine App für das Erkennen von betrunkenen Personen vor. Als weiterer Co-Veranstalter referierten danach Vertreter der Firma STAT-UP über Praxisbeispiele zur Entwicklung datenbasierter Geschäftsmodelle, gefolgt von einem Überblick über den Arbeitsbereich des Zentrums Digitalisierung Bayern durch Maximilian Irlbeck. Abgerundet wurde die Abendveranstaltung von einem Vortrag der IHK zum Thema „Fördermittel für Digitalisierungsprojekte“ sowie einem Statusbericht eines Business Angels zur aktuellen Datennutzung im Mittelstand. Beim anschließenden Networking tauschten sich die Teilnehmer noch lange über das komplexe und vielschichtige Thema aus.

Das am gate Garching ansässige Startup OmegaLambdaTec unterstützt seit 2015 als Partner und Dienstleister Unternehmen, (smarte) Städte, Organisationen und Institutionen bei den Datenanalysen der digitalen Zukunft. Durch die spezielle Data Science Expertise und ein universell einsetzbares Methoden-Knowhow aus der datengetriebenen astrophysikalischen Grundlagenforschung werden neue Mehrwert-Potenziale aus Daten mittels maßgeschneiderter Smart Data Lösungen für Kunden verwertbar gemacht, beispielsweise in den Zukunftsbereichen Smart Energy, Smart Mobility, Smart City und Smart Factory.

Motius ist ein junges Forschungs- und Entwicklungs-(F&E)-Unternehmen mit einer besonderen Mitarbeiterstruktur. Die Firma entwickelt vom gate Garching aus innovative Produkte und Prototypen aus Bereichen wie Embedded Systems, Business Software, 3D Printing, Apps, Konstruktion und Produktentwicklung. Zum Kundenkreis gehören sowohl marktführender Industrieunternehmen in Deutschland als auch private und staatliche Organisationen in der Golfregion. Den hohen Innovationsgrad, die Nähe zur neuesten akademischen Forschung und das breitgefächerte technische Spektrum kann durch einen über 500-Mann starken Mitarbeiterpool aus Studenten, jungen Absolventen und Forschern garantiert werden. Motius setzt intern passend zu den Projektanforderungen ein Team aus dem Mitarbeiterpool zusammen und liefert seinen Kunden so fertige Lösungen.

Die Vorträge des Abends gibt es auch als pdf-Downloads:

Videos der Präsentationen finden Sie bei Youtube: http://bit.do/KR2_Talks