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Deutschlands erstes öffentlich zugängliches Biotech-Labor im gate: die Bio.kitchen

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Das UnternehmerTUM, Europas führendes Zentrum für Innovation und Gründung, eröffnet am Freitag, 11. Mai 2018, das erste öffentlich zugängliche Biotech-Labor der Bundesrepublik. Die „Bio.kitchen“ wurde in den Werkstatträumen des gate Garching eingerichtet. Seit heute wird dort allen Interessierten Zugang zum freien Experimentieren ermöglicht – vor allem in den Bereichen Molekularbiologie, synthetische Biologie und Mikrobiologie. Darüber hinaus bietet das Labor allen Start-ups im Umfeld des gate Garching und des UnternehmerTUM exzellente Möglichkeiten, um an intelligenten Labortechnologien zu arbeiten.

Die neue Bio.Kitchen bei den Werkstätten des gate Garching.

„Wir möchten die Innovationskraft aller Life-Science-Talente bündeln, die Lust am Experimentieren haben und ihre eigenen Ideen verwirklichen wollen und dafür weder an einer Hochschule noch in der Industrie Raum dafür finden“, erklärt Rüdiger Trojok, Mitgründer und Laborleiter der Bio.kitchen. Vorbild sind Tech-Koryphäen wie William Hewlett und David Packard oder Steve Wozniak, die in der privaten Garage Ideen verwirklichten, aus denen sich später Weltkonzerne entwickelt haben. „Nun haben wir erstmals auch für ambitionierte Biohacker nicht nur die passende „Garage“ samt Ausrüstung parat“, so Diplombiologe Trojok, „sondern auch einen Ort, an dem man sein Wissen mit anderen Experten teilen kann.“

Bio.kitchen bietet alles, was man von der DNA-Sequenzierung bis zur Probenanalyse braucht. Darüber hinaus bekommt jeder Nutzer Zugang zu Europas größter Prototypen-Hightech-Werkstatt MakerSpace, die sich in unmittelbarer Nachbarschaft zum Labor befindet. Hier erhält jeder bei Bedarf die richtige Hardware für sein Projekt. Zusätzlich bietet UnternehmerTUM den Zugriff auf ein einzigartiges Netzwerk aus Industriepartnern, Wissenschaftlern, Investoren und hochrangigen Politikern.

Dabei gewährleistet Bio.kitchen adäquate Schutzmaßnahmen. „Unsere Einrichtung entspricht den gesetzlichen Sicherheitsstandards für Labore der Stufe eins“, erläutert Trojok. Darunter fallen alle mikrobiologische und molekularbiologische Arbeiten, bei denen nicht von einem Risiko für die menschliche Gesundheit und Umwelt auszugehen ist.

Für die Eröffnung der Bio.Kitchen ist alles vorbereitet.

Lösung gegen multiresistente Keime

Ein internationales Experten-Netzwerk haben die beiden Laborgründer Trojok und Jérôme Lutz bereits zusammengebracht, die im Bereich Phagentherapie im Bio.Kitchen-Labor von UnternehmerTUM forschen möchten. Mit der Weiterentwicklung dieser gutartigen personalisierten Viren soll es in Zukunft gelingen, bakterielle Krankheiten ohne Antibiotika zu heilen. „Es ist absolut möglich, dass hier Biohacker das globale Problem multiresistenter Keime lösen”, sagt Trojok, der schon die Bundesregierung als Experte für Synthetische Biologie beraten hat.

Auch bei der Eröffnung wird das Thema Phagentherapie in Diskussionsrunden näher beleuchtet werden. Hierzu hat Bio.Kitchen führende Experten aus Wissenschaft und Industrie eingeladen wie die mehrfach ausgezeichnete deutsche Physikerin und Virologin Karin Mölling oder den belgischen Molekularbiologen Dr. Jean-Paul Pimay vom Brüsseler Queen Astrid Military Hospital. Daneben haben Teilnehmer Gelegenheit, im Labor eine “Ursuppe” aus Zytoplasma herzustellen und bei einem offenen Biohackathon eigene Ideen im Labor auszuprobieren.

Partner und Förderer von Bio.kitchen: Waldner, Sartorius EMBL, TU München, Karlsruhe Institut of Technology, Nationales Forum Phagen, Institut für Polycinease, Hackteria.org, Gaudi Industries

Start-up Netzwerk:
Auryn.bio, SynBio.info, Venneos, Essentim, RebelBio, Microinventa, Inveox, InGenerton, Phagomed, Kilobaser, MikroBiomik