Wie ein TUM-Student mit Isarsoft ein Top-KI-Startup aufbaute
Es war ein ganz normaler Tag auf der U6 Richtung Münchner Innenstadt und doch der Beginn einer Gründungsgeschichte. Oskar Haller, damals Masterstudent an der Technischen Universität München (TUM), saß in der Bahn, als eine Fahrgastbefragung begann. Er beobachtete, wie viel Aufwand für die Datenerhebung betrieben wurde und wie unvollständig die Ergebnisse dennoch blieben. Für Oskar war klar: Das musste besser gehen. Dieser Moment wurde zum Auslöser einer Idee, die im gate Garching, direkt neben der TUM, Form annahm und zu einem der vielversprechendsten KI-Startups Deutschlands führte.
VOM AHA-MOMENT ZUR GRÜNDUNG
Manchmal beginnt alles mit einer ausschlaggebenden Idee. Doch das allein ist selten ausreichend, um ein Software Startup zu gründen. Oskar brachte nicht nur ein breites betriebswirtschaftliches und technisches Verständnis aus seinen Studien an der LMU München, der Fudan University Shanghai und der TUM mit. Er hatte auch den Ehrgeiz, eine Lösung zu entwickeln, die auf wissenschaftlichen Methoden basiert und in der Praxis funktioniert. Gemeinsam mit Co-Founder Philipp Schmidt, der seine Expertise aus der Informatikforschung am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) einbrachte, gründete er Isarsoft.
ISARSOFT PERCEPTION – DIE SOFTWARE, DIE AUS BILDERN WISSEN MACHT
Das erste Produkt, Isarsoft Perception, ist das Ergebnis dieser Zusammenarbeit. Es analysiert Bilddaten aus bestehenden Kameras und liefert in Echtzeit wichtige Kennzahlen: wie viele Personen sich am Bahnsteig befinden, wie sich Ströme von Fahrgästen bewegen oder wie hoch die Auslastung eines Fahrzeugs ist.
Diese Auswertung geht weit über die Erfassung von Menschen hinaus. Fahrräder, Gepäckstücke und sogar einfahrende Züge werden erkannt. Die Software funktioniert ohne zusätzliche Hardware. Das ist ein entscheidender Vorteil, der den Einsatz in unterschiedlichsten Verkehrssystemen und Standorten möglich macht. Oskar und Philipp hatten von Beginn an den Anspruch, ihre Technologie vielseitig nutzbar zu machen, zum Beispiel an Bahnhöfen, im Einzelhandel oder Flughäfen. In Einkaufszentren etwa lassen sich nicht nur Besucherzahlen erfassen, sondern auch Bewegungsmuster analysieren. Betreiber können so gezielt ihre Raumgestaltung und Produktplatzierung verbessern.
DIE ROLLE DES STANDORTS: FORSCHUNGSCAMPUS GARCHING
Dass Isarsoft im gate Garching gegründet wurde, war kein Zufall. Der Forschungscampus bietet jungen Tech-Unternehmen wie Isarsoft direkten Zugang zur TUM und zu einem Netzwerk aus Wissenschaft, Wirtschaft und Startup-Szene. Für Oskar bedeutete das kurze Wege zu Expert*innen und ist genau die Mischung, die ein Deep-Tech-Startup in der Anfangsphase braucht.
Im Video spricht Oskar über seine Zeit im gate:
VON DER IDEE ZUR AUSZEICHNUNG
Was als spontane Eingebung in der U-Bahn begann, entwickelte sich im Umfeld vom gate Garching zu einem marktreifen Produkt. Heute zählt das appliedAI Institute for Europe GmbH Isarsoft zu den vielversprechendsten KI-Startups Deutschlands im Jahr 2024. Anfang 2025 ist es so weit: Nach intensiven Jahren im gate Garching bezieht Isarsoft ein eigenes Büro außerhalb des Gründerzentrums. Ein Meilenstein, der zeigt, wie konsequent und erfolgreich sich das Team weiterentwickelt hat. Wir blicken mit einem lachenden und einem weinenden Auge auf diese Zeit zurück – denn auch wenn es unser Ziel ist, dass Startups uns „entwachsen“, fällt der Abschied von einem so engagierten Team nicht leicht.

DEIN WEG INS GRÜNDERZENTRUM
Wer wie Oskar Haller den Sprung von der Idee zur Gründung schaffen möchte, findet im gate Garching ideale Voraussetzungen: moderne Infrastruktur, ein innovationsstarkes Umfeld und die direkte Nachbarschaft zur TUM.
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