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Leverage Robotics: Revolution in der Fertigungstechnik

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Die Gründer hinter Leverage Robotics Dimitri Butsch, Roman Weitschat und Jan Cremer entwickeln mit flexiblen Automatisierungslösungen die „Fabrik der Zukunft“. Damit lassen sich Roboter in der Produktion noch flexibler einsetzen.

FLEXIBLE AUTOMATISIERUNG VON KLEINEN UND MITTLEREN SERIEN

Dieses Problem haben die Gründer hinter dem gate-Startup Leverage Robotics erkannt. Dimitri Butsch, Roman Weitschat und Jan Cremer möchten das Konzept des „Plug and Play“ auf die Fertigungsanlagen mittelständischer Unternehmen übertragen. Das Forscherteam arbeitete bereits viele Jahre im Bereich „Factory of the Future“ am Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt. Dabei wurde ihnen zunehmend bewusst, dass es Roboterstationen an Flexibilität fehlt. Für ihre Lösung konnten sie eine EXIST-Förderung und ein Seed-Investment gewinnen. Leverage Robotics nahm seinen Anfang. Heute entwickeln die drei Unternehmer hochflexible und intelligente Plug-and-Produce-Roboterzellen für schnelle Rüstzeiten in Multi-Task-Anwendungen. Mit ihrer innovativen Roboterwerkzeug-Technologie können komplexe und vielfältige Aufgaben im Bereich der Logistik, Montage, Qualität und insbesondere bei der Maschinenbeladung sowie Start-of-Line-Applikationen kostengünstig realisiert werden. Jedes dieser Werkzeuge verfügt über Softwaremodule, sogenannte Roboterfähigkeiten, die eine intuitive Roboterprogrammierung auch für Nicht-Experten ermöglichen.

DIE TECHNOLOGIE HINTER DEM INNOVATIVEN ROBOTER-KOLLEGEN

Eine Plug-and Produce-Lösung von Leverage Robotics sind die sogenannten ToolCubes. Dabei handelt es sich um automatisch austauschbare Roboterwerkzeuge, mit denen ein Roboter mehrere Aufgaben ausführen kann. Ein einfacher Standard-Zweifingergreifer wird dadurch zum Multi-Tasker. Der Roboterarm kann beispielsweise zentriert nach runden Objekten greifen. Zudem beherrscht er Optionen wie Vakuumgreifen oder magnetisches Greifen, wofür er weder ein Vakuum noch Strom benötigt. Die Werkzeuge können an beliebiger Stelle im Arbeitsraum platziert und eingesetzt werden, was unnötig lange Fahrwege vermeidet und die Taktzeiten reduziert. „Letztendlich können wir mit der Station einen vergleichbaren „Stundenlohn“ von 8 Euro ermöglichen, was bei den Gesamtkosten für Personal über 50% der Kosten einsparen kann“, sagt Roman Weitschat.

EINE WELT, IN DER MENSCHEN MIT ROBOTERN ARBEITEN?

Eine Herausforderung sehen die drei Gründer in den Anforderungen des Kunden. „Insbesondere bei der Maschinenbeladung soll der Roboter so schnell und anpassungsfähig sein wie ein Mensch, jedoch weniger kosten. Hierzu haben wir unterschiedliche Lösungen entwickeln müssen, damit wir dem gerecht werden“, so Roman Weitschat. Aktuell arbeitet das Team daran, das Vertriebsnetzwerk auszubauen, um die ToolCubes als Produkt zu verkaufen. Der nächste Schritt ist, die Roboterstation so fertigzustellen, dass eine Programmierung des Systems kaum noch notwendig ist. Das bedeutet: CAD-Dateien hochladen, Bauteilgriffe bestimmen und dem System mitteilen, wie es in die Maschine eingelegt werden muss. Im gate baut das Team am Prototyp, sodass das System bei verschiedenen Kunden getestet werden kann. Hierfür ist Leverage Robotics auf der Suche nach Partnern, die Maschinenbeladung, Bauteilträgerbestückung oder Start-of-Line automatisieren wollen.

In der Theorie ist der Bedarf groß. Der Deutsche Robotik Verband schätzt, dass in kleinen und mittelständischen Unternehmen noch viele Aufgaben „händisch“ erledigt werden. Weniger als fünf Prozent der Tätigkeiten sind automatisiert. Da ist noch viel Luft nach oben. Letztendlich liegt die Lösung nicht in teuren, aufwendigen Sondermaschinen, sondern in der Standardisierung: Es braucht mehr Plug-and-Produce-Lösungen wie die des gate-Startups Leverage Robotics.

Über den Autor

Leverage Robotics ist ein Spin-off des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR). Während des Forschungs-projekts „Fabrik der Zukunft“ entwickelten die Gründer innovative Robotik-Technolo-gien. Durch die flexiblen Automatisierungslösungen verhelfen sie kleinen und mittelständischen Unterneh-men zu mehr Wettbewerbs-fähigkeit. An den Roboter-Montage-Stationen sollen Mensch und Maschine in Zukunft effizient und sicher zusammenarbeiten.
leverage-robotics.com info@leverage-robotics.com